Sternenkind

In diesem Schicksalsroman greift Christine Bouzrou ein sehr sensibles Thema auf. Den plötzlichen Kindstod.

 

 

Die kleine Kiara machte ihr Glück vollkommen. Als Kevin, Arzt,  und Svenja, Kindergärtnerin, sich im Urlaub in Cornwall kennen lernen, wissen sie gleich, das ist mehr als ein Urlaubsflirt. Schon ein Jahr später wird Hochzeit gefeiert. 

Die Geburt ihrer Tochter, die sie beide abgöttisch lieben, schweißt sie noch mehr zusammen und es werden Pläne für die Zukunft geschmiedet. 

Eine Welt bricht zusammen, als Svenja Kiara eines Morgens tot in ihrem Bettchen findet. Die Diagnose: Plötzlicher Kindstod!

Wird dieses Schicksal das Ende ihrer Ehe sein? Als auch noch Svenja eines Tages wie vom Erdboden verschwunden ist,

besteht Kevins Leben nur noch darin , seine Frau zu finden und um ihre Ehe zu kämpfen. VÖ.2022

 

Cornwall den 25.7.2014

 

Liebe Steffi,

 

wie ich Dir versprochen habe, werde ich anstatt Whats app, dir einen richtigen Brief aus dem Urlaub schreiben. Das hast du ganz ehrlich gesagt, nur Kevin zu verdanken. Hätte ich ihn nicht getroffen, wäre ich wohl viel zu faul zum schreiben gewesen. Jetzt wirst du Dich sicher fragen, who in the hell is Kevin? Doch erst mal zu Cornwall. Es ist wirklich so wunderschön und romantisch, genau so, wie es in unseren geliebten schnulzigen Filmen immer dargestellt wird. Irgendwann musst du mal mit kommen. Du kannst nicht immer nur wegen deiner Mutter zu hause bleiben, dein Bruder könnte sich ruhig auch ein mal um sie kümmern. Jetzt aber zu Kevin. Stell dir vor, deine „Alte Jungfer“ hat sich verliebt!! Jaaa, du liest richtig. Verliebt! Süße, du kannst dir nicht vorstellen, was für ein feiner Charakter Kevin ist. Auch wenn ich ihn erst zwei Wochen kenne, so weiß ich doch, er ist genau der Mann, den ich dachte, dass es ihn nicht gibt.Aufmerksam, verlässlich, humorvoll und sehr tiefgründig. Die Themen hören bei Kevin nicht beim Fußball oder in der Politik auf, wie bei so manch Anderen. Sich mit Kevin zu unterhalten, das ist wie über den Horizont schauen, ja fast schon Philosophie. Du weißt wie wichtig es mir ist, auch geistig mit einem Partner auf Augenhöhe zu stehen. Naja, und hässlich ist er auch nicht gerade. Er hat das süßeste Lächeln der Welt! Kennst du den jungen Michael London? Der den Little Joe bei Bonanza gespielt hat? Kevin könnte sein Zwillingsbruder sein! Kevins Mama wurde hier geboren, sein Vater in Frankfurt, wo sie auch alle leben. Ein Katzensprung nach Wiesbaden! Kevins Großmutter führt das Bed & Breakfast in dem ich abgestiegen bin und er ist zu Besuch da. So haben wir uns kennen gelernt und bald festgestellt, wie gut wir uns verstehen. Seitdem ist kein Tag vergangen an dem wir uns nicht gesehen haben. Glaub mir Steffi, das ist mehr als ein Urlaubsflirt. Kevin zeigt mir viel von der Gegend, wir picknicken mit wundervollen Ausblick an den Klippen, gehen in Pub's, oder machen Sightseeing. Ich langweile mich keine Minute mit ihm, was schon was heißen soll. So, jetzt muss ich aber Schluss machen, wir wollen heute Abend grillen und Kevin hat ein paar Freunde eingeladen. Zuhause wirst du Kevin sicher einmal kennen lernen. Deine glückliche Svenja.

 

Kevin trat hinter Svenja und küsste zart ihren Hals. „ Na, Liebling, fertig? Ich hoffe du hast deiner Freundin nur Gutes über mich erzählt?“ zwinkerte er ihr zu. Svenja lachte und fuhr mit der Zunge über den Klebestreifen des Briefumschlags und verschloss diesen dann. Jetzt stand sie auf und schaute dem Mann , in den sie sich so schnell verliebt hatte, verschmitzt an. „Gutes? Wie kommst du darauf? Ich habe ihr erzählt, du bist ein mürrischer englischer Moor Kauz, was sonst?“ Lachend gab Kevin ihr einen Klaps auf ihren wohl gerundeten Po. „ Na hoffentlich eilt sie dir jetzt nicht zur Hilfe um dich zu retten, du freches Fräulein“. Vergnügt gingen sie jetzt beide hinunter, um im Garten die Freunde zu begrüßen, die Kevin für diesen Abend, seinen 33. Geburtstag, eingeladen hatte.

Als sie an der Flurgarderobe vorbei kamen, schaute sich der 33 jährige, angehende Arzt kurz im Spiegel an und strich sich schnell noch mal durch sein lockiges Haar. Svenja machte sich wirklich gut neben ihm, dachte er. Sie ergaben ein schönes Paar. Svenja Ende zwanzig, schlank mit langen blonden Haaren und wunderschönen Reh-braunen Augen. Auch er hatte sich gleich in ihr wundervolles Wesen verliebt. Ihre Ausstrahlung nahm ihn gleich gefangen. Svenja war weltoffen, herzlich, emphatisch und gab einem das Gefühl, dass man sich auch als Mann ruhig einmal schwach zeigen darf. Er konnte bei ihr einfach sein wie er ist. Und dieses Gefühl hatte er bei einer Frau das erste mal. Svenja ist die Frau, mit der er auch einfach mal nur schweigen konnte, ohne dass eine Peinlichkeit dabei aufkam. Auch seine Großmutter Margret war ganz verrückt mit ihr und hoffte, dass ihr Enkelsohn in ihr endlich eine Frau fürs Leben gefunden hatte.

 

 

Kommentar hinzufügen

Kommentare

Birgit Mielke
Vor 5 Monate

Hi Chrissy derSchicksalsroman Sternenkind liest sich richtig gut.